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Der halbvergessene Kosovo-Konflikt hat sich blutig zurückgemeldet. Der in den letzten Jahren eingefrorene Konflikt ist explodiert. Die Lage ist zum Teil außer Kontrolle geraten. Beim Besuch der UN-Polizei-Mission im Kosovo habe ich die schnelle Eskalation der Auseinandersetzung unmittelbar miterlebt. Notwendig ist jetzt die Durchsetzung des UN-legitimierten Gewaltmonopols und die Verhinderung von Solidarisierungen.
Der Drang der Staatengemeinschaft, KFOR-Streitkräfte und UN-Polizei aus Kostengründen und wegen des Irak immer mehr zu reduzieren, hat sich als falsch erwiesen. Es zeigt sich nun, wie richtig die Haltung der Bundesrepublik Deutschland ist, die seit Jahren besonders verlässlich mit Polizei, Soldaten und Zivilexperten zur Konflikteindämmung im Kosovo beiträgt.
Die Stabilisierung und Lösung des Kosovo-Konfliktes muss wieder nach ganz oben auf die internationale politische Agenda gesetzt werden. Die nachhaltige Befriedung ist keine Aufgabe, die innerhalb von 5 Jahren erledigt werden kann, sondern stellt vor allem für die EU eine Generationenaufgabe dar.
Ende 1941/Anfang 1942 rollten Deportationszüge aus Deutschland und Österreich nach Riga.
Seit 1989 forschte W. Nachtwei zum Schicksal der verschleppten jüdischen Frauen, Männer und Kinder.
Anlässlich der 70. Jahrestage der Deportationen bietet W. Nachtwei an, seinen Riga-Vortrag bei Erinnerungsveranstaltungen und in Schulen zu halten. (Anlage)
Von der zivilen Krisenprävention bis zum Peacebuilding: Die 53-seitige Broschüre stellt kompakt und klar auf jeweils einer Themenseite Prinzipien, Akteure und Instrumente des Krisenmanagements vor. Bei einem Kolloquium im Bundestag in Berlin wurde die Schrift einem Fachpublikum vorgestellt. Erstellt von AutorInnen des Zentrums Internationale Friedenseinsätze ZIF und der Stiftung Wissenschaft und Politik SWP ist die "Toolbox" ein wichtiger Beitrag zur friedens- und sicherheitspolitischen Grundbildung auf einem Politikfeld, wo die Analphabetenrate in der Gesellschaft, aber auch in Medien und Politik sehr hoch ist. ... www.zif-berlin.de

Auf dem Foto überreicht W. Nachtwei den AutorInnen seine 2008 erschienene Broschüre zur Zivilen Krisenprävention und Friedensförderung.
Mehr zur Rolle zivilgesellschaftlicher Akteure bei der zivilen Konfliktbearbeitung u.a.:
In seiner Veröffentlichung "Viel beschworen, wenig bekannt: Zivile Krisenprävention und Friedensförderung" in der Kleinen Reihe des AphorismA-Verlages vom November 2008 legt Winfried Nachtwei einen aktuellen Zwischenstand der vielfältigen Aktivitäten auf dem Feld der Zivilen Krisenprävention vor. Der Autor erläutert die Schlüsselprobleme, zeigt notwendige Umsetzungschritte auf und fordert einen neuen Schub für Zivile Konfliktbeareitung. Das Bändchen kann auch beim AphorismA-Verlag bestellt werden.