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Genauer Hinsehen: Sicherheitslage Afghanistan, v.a. Nord, bis Anfang August 2010
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Freude über Freilassung von Prof. Song

Verfasst von Winfried Nachtwei am 21. Juli 2004(761 Aufrufe)
Anlässlich des heutigen Urteils des südkoreanischen Berufungsgerichts in Seoul, das den deutschen und in Münster lebenden Soziologie-Professor koreanischer Herkunft Song Du Yul von dem Vorwurf freigesprochen hat, ranghohes Mitglied der nordkoreanischen Kommunistischen Partei gewesen zu sein, erklärt Winfried Nachtwei, stellvertretender Fraktionsvorsitzender und sicherheitspolitischer Sprecher:
Endlich hat das Gericht in Seoul die erstinstanzliche Verurteilung von Prof. Song zu sieben Jahren Freiheitsstrafe auf drei Jahre auf Bewährung herabgesetzt und seine Freilassung angeordnet. Wir sind mit Prof. Song und seinen Angehörigen erleichtert und froh darüber, dass seine seit 10 Monaten andauernde unmenschliche Haft unter entwürdigenden Bedingungen heute endlich ein Ende findet. Wir fordern die südkoreanische Regierung auf, Prof. Song schnellstmöglich nach Münster ausreisen zu lassen. Die Bundesregierung wirkt in diesem Sinne auf die südkoreanische Regierung ein.

Gelohnt hat sich die breite internationale Solidarität mit Prof. Song, insbesondere durch seine deutschen Kollegen. Es bleibt der Anachronismus des südkoreanischen Nationalen Sicherheitsgesetzes von 1948, das rechtsstaatlichen Prinzipien zuwiderläuft und schnellstens reformiert werden muss. Prof. Song muss seiner wissenschaftlichen Tätigkeit ungehindert nachgehen können, nicht nur in Deutschland, sondern auch in Südkorea.

Der 59 Jahre alte Song, der in Deutschland eingebürgert ist, hatte im September vorigen Jahres erstmals nach 36 Jahren Exil wieder südkoreanischen Boden betreten und war kurz nach seiner Ankunft von südkoreanischen Sicherheitskräften inhaftiert worden.
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Vortragsangebot zu Riga-Deportationen vor 70 Jahren

Ende 1941/Anfang 1942 rollten Deportationszüge aus Deutschland und Österreich nach Riga.

Seit 1989 forschte W. Nachtwei zum Schicksal der verschleppten jüdischen Frauen, Männer und Kinder.

Anlässlich der 70. Jahrestage der Deportationen bietet W. Nachtwei an, seinen Riga-Vortrag bei Erinnerungsveranstaltungen und in Schulen zu halten. (Anlage)

Vorstellung der "Toolbox Krisenmanagement"

Von der zivilen Krisenprävention bis zum Peacebuilding: Die 53-seitige Broschüre stellt kompakt und klar auf jeweils einer Themenseite Prinzipien, Akteure und Instrumente des Krisenmanagements vor. Bei einem Kolloquium im Bundestag in Berlin wurde die Schrift einem Fachpublikum vorgestellt. Erstellt von AutorInnen des Zentrums Internationale Friedenseinsätze ZIF und der Stiftung Wissenschaft und Politik SWP ist die "Toolbox" ein wichtiger Beitrag zur friedens- und sicherheitspolitischen Grundbildung auf einem Politikfeld, wo die Analphabetenrate in der Gesellschaft, aber auch in Medien und Politik sehr hoch ist. ... www.zif-berlin.de

zif
Auf dem Foto überreicht W. Nachtwei den AutorInnen seine 2008 erschienene Broschüre zur Zivilen Krisenprävention und Friedensförderung.

Mehr zur Rolle zivilgesellschaftlicher Akteure bei der zivilen Konfliktbearbeitung u.a.:

Zivile Krisenprävention und Friedensförderung

Viel beschworen, wenig bekannt: Zivile Krisenprävention und Friedensförderung

In seiner Veröffentlichung "Viel beschworen, wenig bekannt: Zivile Krisenprävention und Friedensförderung" in der Kleinen Reihe des AphorismA-Verlages vom November 2008 legt Winfried Nachtwei einen aktuellen Zwischenstand der vielfältigen Aktivitäten auf dem Feld der Zivilen Krisenprävention vor. Der Autor erläutert die Schlüsselprobleme, zeigt notwendige Umsetzungschritte auf und fordert einen neuen Schub für Zivile Konfliktbeareitung. Das Bändchen kann auch beim AphorismA-Verlag bestellt werden.