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Genauer Hinsehen: Sicherheitslage Afghanistan, v.a. Nord, bis Anfang August 2010
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Wahlsonntag auch in Afghanistan

Verfasst von Winfried Nachtwei am 16. September 2005(1620 Aufrufe)
Siba Shakib signiert Nachtweis BuchZu den Wahlen in Afghanistan am kommenden Sonntag sprach Siba Shakib, Autorin des Bestsellers "Nach Afghanistan kommt Gott nur noch zum Weinen" auf Einladung von Winni Nachtwei, Bundestagskandidat der Grünen. "Friede in Sicht?" war die Frage des Abends. Siba Shakib kennt Afghanistan aus den Zeiten vor, während und nach den Taliban. Ihre Antwort war eindeutig: "Vor vier Jahren hätte niemand für möglich gehalten, wie viel sich bis heute getan hat. Trotz vieler Zwischenfälle vor allem im Grenzgebiet zu Pakistan: Friede wächst." .

Sicher würden die Wahlen noch nicht westeuropäischen Ansprüchen genügen. Auch stünden etliche sehr zweifelhafte Kandidaten zur Wahl. Die erwartete hohe Wahlbeteiligung beweise aber, wie wichtig den Menschen trotz Gewaltdrohungen der Taliban die Parlaments- und Provinzwahlen seien. "Sie können ein großer Fortschritt zu mehr Selbstbestimmung und Freiheit werden", so Siba Shakib.

Die Menschen seien kriegsmüde und wollten den Aufbau. Die stark von Deutschland mitgetragene ISAF-Friedenstruppe schaffe die Voraussetzungen für humanitäre und Entwicklungshilfe, für den Aufbau von funktionierenden Staatsorganen und Wirtschaft sowie einer entstehenden Zivilgesellschaft. Groß war die Freude, als Siba Shakib unter den Anwesenden General a.D. van Heyst sah, der vor zwei Jahren ISAF-Kommandeur in Kabul war.

Einig waren sich alle Anwesenden, dass die Aufbauhilfe für Afghanistan langen Atem braucht und dass sie auf keinen Fall mit den Wahlen abklingen darf. Wer jetzt den Abzug von Bundeswehr und ISAF fordere, zerstöre den Aufbauprozess und überlasse den Kriegsherren, Drogenbaronen und Taliban das Feld, so Siba Shakib. Der bisherige Erfolg von ISAF werde aber auch durch die Forderung der USA und der Union infrage gestellt, ISAF und die Antiterror-Operation Enduring Freedom zusammenzulegen.

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Vortragsangebot zu Riga-Deportationen vor 70 Jahren

Ende 1941/Anfang 1942 rollten Deportationszüge aus Deutschland und Österreich nach Riga.

Seit 1989 forschte W. Nachtwei zum Schicksal der verschleppten jüdischen Frauen, Männer und Kinder.

Anlässlich der 70. Jahrestage der Deportationen bietet W. Nachtwei an, seinen Riga-Vortrag bei Erinnerungsveranstaltungen und in Schulen zu halten. (Anlage)

Vorstellung der "Toolbox Krisenmanagement"

Von der zivilen Krisenprävention bis zum Peacebuilding: Die 53-seitige Broschüre stellt kompakt und klar auf jeweils einer Themenseite Prinzipien, Akteure und Instrumente des Krisenmanagements vor. Bei einem Kolloquium im Bundestag in Berlin wurde die Schrift einem Fachpublikum vorgestellt. Erstellt von AutorInnen des Zentrums Internationale Friedenseinsätze ZIF und der Stiftung Wissenschaft und Politik SWP ist die "Toolbox" ein wichtiger Beitrag zur friedens- und sicherheitspolitischen Grundbildung auf einem Politikfeld, wo die Analphabetenrate in der Gesellschaft, aber auch in Medien und Politik sehr hoch ist. ... www.zif-berlin.de

zif
Auf dem Foto überreicht W. Nachtwei den AutorInnen seine 2008 erschienene Broschüre zur Zivilen Krisenprävention und Friedensförderung.

Mehr zur Rolle zivilgesellschaftlicher Akteure bei der zivilen Konfliktbearbeitung u.a.:

Zivile Krisenprävention und Friedensförderung

Viel beschworen, wenig bekannt: Zivile Krisenprävention und Friedensförderung

In seiner Veröffentlichung "Viel beschworen, wenig bekannt: Zivile Krisenprävention und Friedensförderung" in der Kleinen Reihe des AphorismA-Verlages vom November 2008 legt Winfried Nachtwei einen aktuellen Zwischenstand der vielfältigen Aktivitäten auf dem Feld der Zivilen Krisenprävention vor. Der Autor erläutert die Schlüsselprobleme, zeigt notwendige Umsetzungschritte auf und fordert einen neuen Schub für Zivile Konfliktbeareitung. Das Bändchen kann auch beim AphorismA-Verlag bestellt werden.