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Anlässlich des Internationalen Tages gegen den Einsatz von Kindersoldaten am 12. Februar erklärt Winfried Nachtwei, sicherheits- und abrüstungspolitischer Sprecher von Bündnis 90/Die Grünen:
Das grausame Schicksal von Kindersoldaten darf uns nicht gleichgültig sein. Weltweit werden nahezu 300.000 Jungen und Mädchen in regulären Armeen oder Rebellengruppen als Soldaten missbraucht. Das sind genau 300.000 zuviel. Sie werden von skrupellosen Kriegsherren zwangsrekrutiert, müssen töten, Minen entschärfen, Botengängen erledigen oder Wache stehen. Viele Mädchen werden als Sexsklavinnen ausgebeutet.
In Deutschland ist der Aufenthaltsstatus von ehemaligen Kindersoldaten nicht gesichert. Ehemalige Kindersoldaten erhalten kein Asyl. Die Bundesregierung muss hier schnell handeln. Ehemalige Kindersoldaten müssen als Asylbewerber anerkannt werden. Zudem muss die Bundesregierung die Unterstützung für Projekte von Hilfsorganisationen, wie terre des homme, missio u.a. zur Integration von ehemaligen Kindersoldaten weiter ausbauen.
Das Zusatzprotokoll der Vereinten Nationen zur UN-Kinderrechtskonvention vom 12. Februar 2002 verbietet den Einsatz von Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahre als Soldaten. Mittlerweile haben 116 Staaten das Zusatzprotokoll ratifiziert und entsprechend des internationalen Statutes des Internationalen Strafegerichtshofes in Den Haag können Täter, die Kinder unter 15 Jahren rekrutieren, als Kriegsverbrecher verurteilt werden. Die Bundesregierung muss ihren Einfluss auf EU und UN nutzen, um ein weltweites Verbot für die Rekrutierung von Kindersoldaten durchzusetzen.
Ende 1941/Anfang 1942 rollten Deportationszüge aus Deutschland und Österreich nach Riga.
Seit 1989 forschte W. Nachtwei zum Schicksal der verschleppten jüdischen Frauen, Männer und Kinder.
Anlässlich der 70. Jahrestage der Deportationen bietet W. Nachtwei an, seinen Riga-Vortrag bei Erinnerungsveranstaltungen und in Schulen zu halten. (Anlage)
Von der zivilen Krisenprävention bis zum Peacebuilding: Die 53-seitige Broschüre stellt kompakt und klar auf jeweils einer Themenseite Prinzipien, Akteure und Instrumente des Krisenmanagements vor. Bei einem Kolloquium im Bundestag in Berlin wurde die Schrift einem Fachpublikum vorgestellt. Erstellt von AutorInnen des Zentrums Internationale Friedenseinsätze ZIF und der Stiftung Wissenschaft und Politik SWP ist die "Toolbox" ein wichtiger Beitrag zur friedens- und sicherheitspolitischen Grundbildung auf einem Politikfeld, wo die Analphabetenrate in der Gesellschaft, aber auch in Medien und Politik sehr hoch ist. ... www.zif-berlin.de

Auf dem Foto überreicht W. Nachtwei den AutorInnen seine 2008 erschienene Broschüre zur Zivilen Krisenprävention und Friedensförderung.
Mehr zur Rolle zivilgesellschaftlicher Akteure bei der zivilen Konfliktbearbeitung u.a.:
In seiner Veröffentlichung "Viel beschworen, wenig bekannt: Zivile Krisenprävention und Friedensförderung" in der Kleinen Reihe des AphorismA-Verlages vom November 2008 legt Winfried Nachtwei einen aktuellen Zwischenstand der vielfältigen Aktivitäten auf dem Feld der Zivilen Krisenprävention vor. Der Autor erläutert die Schlüsselprobleme, zeigt notwendige Umsetzungschritte auf und fordert einen neuen Schub für Zivile Konfliktbeareitung. Das Bändchen kann auch beim AphorismA-Verlag bestellt werden.