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Der frühere Geschichtslehrer zeigte den Diavortrag in vielen Herkunftsorten der Deportationen in Westfalen, im Rheinland, Nord- und Ostdeutschland, in Wien, Danzig - und in Riga auch vor ehemaligen Ghetto-Häftlingen. Mit den Vorträgen setzte sich Nachtwei dafür ein, dass in Riga endlich würdige Gedenkorte an die Opfer des Naziterrors entstanden und die über Jahrzehnte vergessenen und gedemütigten Holocaust-Überlebenden in Osteuropa endlich eine „Entschädigung" bekamen. Bis heute wenden sich immer wieder Menschen aus dem In- und Ausland an Nachtwei, um wenigstens etwas über das Schicksal ihrer 1941/42 nach Riga verschleppten und dort verschollenen Verwandten zu erfahren.
Das beiliegende Foto zeigt Dr. Alexander Bergmann, Vorsitzender des Vereins der ehemaligen jüdischen Ghetto- und KZ-Häftlinge Lettlands, zusammen mit Angela und Winni Nachtwei auf der Gedenkstätte Bikernieki, die vom Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge errichtet und 2001 auch mit Unterstützung der Stadt Münster eingeweiht worden war. In Bikernieki wurden von den Nazis und ihren einheimischen Helfershelfern zwischen 1941 und 1944 über 45.000 Menschen erschossen.
In seiner Veröffentlichung "Viel beschworen, wenig bekannt: Zivile Krisenprävention und Friedensförderung" in der Kleinen Reihe des AphorismA-Verlages vom November 2008 legt Winfried Nachtwei einen aktuellen Zwischenstand der vielfältigen Aktivitäten auf dem Feld der Zivilen Krisenprävention vor. Der Autor erläutert die Schlüsselprobleme, zeigt notwendige Umsetzungschritte auf und fordert einen neuen Schub für Zivile Konfliktbeareitung. Das Bändchen kann auch beim AphorismA-Verlag bestellt werden.