Folgenden Entschließungsantrag anlässlich der Regierungserklärung der Bundesregierung am 25. Juni 2008 zu den Ergebnissen der Afghanistan-Konferenz in Paris wurde von Winfried Nachtwei mitinitiiert:
Deutscher Bundestag Drucksache 16/969216. Wahlperiode 20.06.2008
Entschließungsantrag
der Abgeordneten Jürgen Trittin, Winfried Nachtwei, Kerstin Müller (Köln), Alexander Bonde, Marieluise Beck (Bremen), Volker Beck (Köln), Dr. Uschi Eid, Kai Gehring, Katrin Göring-Eckardt, Thilo Hoppe, Ute Koczy, Renate Künast, Fritz Kuhn, Omid Nouripour, Claudia Roth (Augsburg), Manuel Sarrazin, Rain- der Steenblock, Silke Stokar von Neuforn, Josef Philip Winkler und der Fraktion BÜNDNIS 901DIE GRÜNEN
zu der Abgabe einer Regierungserklärung durch den Bundesminister des Auswärtigen zu den Ergebnissen der Afghanistan-Konferenz in Paris
Der Deutsche Bundestag wolle beschließen:
Der Deutsche Bundestag fordert die Bundesregierung auf,
den beabsichtigten Antrag über eine Fortsetzung der Beteiligung bewaffneter deutscher Streitkräfte an der ISAF-Mission in Afghanistan dem Deutschen Bundestag rechtzeitig - spätestens jedoch in der 39. Kalenderwoche - zur ersten Lesung vorzulegen.
Berlin, den 20. Juni 2008
Renate Künast, Fritz Kuhn und Fraktion
Begründung:
Die Bundesregierung beabsichtigt, die parlamentarische Beratung des ISAF-Mandats einzuschränken. Auf Wunsch der CSU gibt es in der Bundesregierung und mit Bundeskanzlerin Merkel die Absprache, das ISAF-Mandat dem Bundestag erst nach der Landtagswahl in Bayern (28.09.2008) zur Beratung vorzulegen. Damit würde aus sachfremden Gründen verhindert, dass sich der Bundestag als Ganzes in erster Lesung mit einer beabsichtigten Verlängerung befassen kann.
Die Bundesregierung hat angekündigt, die deutsche ISAF-Beteiligung fortzusetzen. Dabei sind substanzielle qualitative und quantitative Veränderungen im Gespräch und noch viele Fragen offen. Dies bedarf einer soliden parlamentarischen Begleitung, zumal der Bundestag angesichts der Sommerpause und der Haushaltswoche (38. KW) keine Gelegenheit mehr hat, die Bundesregierung eingehend anzuhören. Die 39. Kalenderwoche, vom 22. bis 26. September ist die letzte reguläre Sitzungswoche, bevor das VN-Mandat der ISAF am 13.10.2008 ausläuft.
Das Bundesverfassungsgericht hat zuletzt am 07.05.2008 bekräftigt, dass der Parlamentsvorbehalt im Zweifel parlamentsfreundlich auszulegen sowie in den zuständigen Ausschüssen vorzubereiten und im Plenum zu beraten ist.
Antrag als PDF-Datei:
http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/16/096/1609692.pdf
Ende 1941/Anfang 1942 rollten Deportationszüge aus Deutschland und Österreich nach Riga.
Seit 1989 forschte W. Nachtwei zum Schicksal der verschleppten jüdischen Frauen, Männer und Kinder.
Anlässlich der 70. Jahrestage der Deportationen bietet W. Nachtwei an, seinen Riga-Vortrag bei Erinnerungsveranstaltungen und in Schulen zu halten. (Anlage)
Von der zivilen Krisenprävention bis zum Peacebuilding: Die 53-seitige Broschüre stellt kompakt und klar auf jeweils einer Themenseite Prinzipien, Akteure und Instrumente des Krisenmanagements vor. Bei einem Kolloquium im Bundestag in Berlin wurde die Schrift einem Fachpublikum vorgestellt. Erstellt von AutorInnen des Zentrums Internationale Friedenseinsätze ZIF und der Stiftung Wissenschaft und Politik SWP ist die "Toolbox" ein wichtiger Beitrag zur friedens- und sicherheitspolitischen Grundbildung auf einem Politikfeld, wo die Analphabetenrate in der Gesellschaft, aber auch in Medien und Politik sehr hoch ist. ... www.zif-berlin.de

Auf dem Foto überreicht W. Nachtwei den AutorInnen seine 2008 erschienene Broschüre zur Zivilen Krisenprävention und Friedensförderung.
Mehr zur Rolle zivilgesellschaftlicher Akteure bei der zivilen Konfliktbearbeitung u.a.:
In seiner Veröffentlichung "Viel beschworen, wenig bekannt: Zivile Krisenprävention und Friedensförderung" in der Kleinen Reihe des AphorismA-Verlages vom November 2008 legt Winfried Nachtwei einen aktuellen Zwischenstand der vielfältigen Aktivitäten auf dem Feld der Zivilen Krisenprävention vor. Der Autor erläutert die Schlüsselprobleme, zeigt notwendige Umsetzungschritte auf und fordert einen neuen Schub für Zivile Konfliktbeareitung. Das Bändchen kann auch beim AphorismA-Verlag bestellt werden.