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Missbrauch von Kindern als Soldaten verhindern

Verfasst von Winfried Nachtwei am 12. Februar 2009(1468 Aufrufe)

Anlässlich des internationalen Kindersoldaten-Gedenktages am 12. Februar erklären Winfried Nachtwei, sicherheitspolitischer Sprecher und Ute Koczy, entwicklungspolitische Sprecherin:

Wir unterstützen das internationale Bündnis gegen den Missbrauch von Kindern als Soldaten und die von dem Bündnis initiierte „Aktion Rote Hand" mit der Kinder und Jugendliche in 25 Ländern heute am internationalen Kindersoldaten-Gedenktag auf die Situation von Kindersoldaten aufmerksam machen. Der Missbrauch von Kindern als Soldaten muss weltweit geächtet und das im Februar 2002 in Kraft getretene Zusatzprotokoll der UN-Kinderrechtskonvention endlich durchgesetzt werden. Die UN-Konvention verbietet den Missbrauch von Kindern als Soldaten. Dennoch ist die Zahl der Kindersoldaten in den vergangenen Jahren kaum zurückgegangen. Noch immer werden mehr als 250.000 Kinder weltweit zwangsrekrutiert und zum Kämpfen gezwungen. Kindersoldaten sind Opfer massiver Kriegsverbrechen und meist schwer traumatisiert.

Laut UN setzen mehr als 50 bewaffnete Gruppen Kindersoldaten ein, viele von ihnen in Afrika. Fast jeder dritte Kindersoldat ist ein Mädchen. Allein zwischen 1990 und 2000 sind zwei Millionen Kinder in bewaffneten Auseinandersetzungen als Kindersoldaten umgekommen. Wir begrüßen, dass der Internationale Strafgerichtshof vor zwei Wochen den Prozess gegen den kongolesischen Milizenführer Lubanga eröffnete, der Kinder während des Bürgerkrieges zwangsweise rekrutierte und einsetzte. Ohne Gerechtigkeit kann es keinen Frieden geben. Der internationale Strafgerichtshof muss gestärkt werden. Er muss zu einem zentralen Akteur in internationalen Konflikten werden. Wichtige Staaten wie die USA, Russland, China, Indien, Iran und Israel müssen ihren Boykott beenden und den Weltstrafgerichtshof vorbehaltlos unterstützen.

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Vortragsangebot zu Riga-Deportationen vor 70 Jahren

Ende 1941/Anfang 1942 rollten Deportationszüge aus Deutschland und Österreich nach Riga.

Seit 1989 forschte W. Nachtwei zum Schicksal der verschleppten jüdischen Frauen, Männer und Kinder.

Anlässlich der 70. Jahrestage der Deportationen bietet W. Nachtwei an, seinen Riga-Vortrag bei Erinnerungsveranstaltungen und in Schulen zu halten. (Anlage)

Vorstellung der "Toolbox Krisenmanagement"

Von der zivilen Krisenprävention bis zum Peacebuilding: Die 53-seitige Broschüre stellt kompakt und klar auf jeweils einer Themenseite Prinzipien, Akteure und Instrumente des Krisenmanagements vor. Bei einem Kolloquium im Bundestag in Berlin wurde die Schrift einem Fachpublikum vorgestellt. Erstellt von AutorInnen des Zentrums Internationale Friedenseinsätze ZIF und der Stiftung Wissenschaft und Politik SWP ist die "Toolbox" ein wichtiger Beitrag zur friedens- und sicherheitspolitischen Grundbildung auf einem Politikfeld, wo die Analphabetenrate in der Gesellschaft, aber auch in Medien und Politik sehr hoch ist. ... www.zif-berlin.de

zif
Auf dem Foto überreicht W. Nachtwei den AutorInnen seine 2008 erschienene Broschüre zur Zivilen Krisenprävention und Friedensförderung.

Mehr zur Rolle zivilgesellschaftlicher Akteure bei der zivilen Konfliktbearbeitung u.a.:

Zivile Krisenprävention und Friedensförderung

Viel beschworen, wenig bekannt: Zivile Krisenprävention und Friedensförderung

In seiner Veröffentlichung "Viel beschworen, wenig bekannt: Zivile Krisenprävention und Friedensförderung" in der Kleinen Reihe des AphorismA-Verlages vom November 2008 legt Winfried Nachtwei einen aktuellen Zwischenstand der vielfältigen Aktivitäten auf dem Feld der Zivilen Krisenprävention vor. Der Autor erläutert die Schlüsselprobleme, zeigt notwendige Umsetzungschritte auf und fordert einen neuen Schub für Zivile Konfliktbeareitung. Das Bändchen kann auch beim AphorismA-Verlag bestellt werden.