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Genauer Hinsehen: Sicherheitslage Afghanistan, v.a. Nord, bis Anfang August 2010
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Bestürzung und Trauer über getötete Bundeswehrsoldaten in Afghanistan

Verfasst von Winfried Nachtwei am 23. Juni 2009(1401 Aufrufe)

Zu dem Angriff auf Einheiten der Bundeswehr und auf afghanische Sicherheitskräfte in der Region Kunduz am heutigen Tage erklären Jürgen Trittin, stellvertretender Fraktionsvorsitzender, und Winfried Nachtwei, sicherheitspolitischer Sprecher:

Mit Bestürzung und Trauer haben wir den erneuten Angriff auf die Bundeswehr in Afghanistan aufgenommen. Wir verurteilen diese Gewalttaten auf das Schärfste. Drei Bundeswehrsoldaten sind ums Leben gekommen.
Unsere Gedanken sind bei den Angehörigen und Freunden der Opfer, denen wir unser tief empfundenes Mitgefühl aussprechen.

Die Angriffe zeigen einmal mehr, wie zugespitzt die Lage gerade in dem Distrikt Chahar Darreh in der Region Kunduz ist. Kunduz ist neben Ghormach im Nordwesten die kritischste Region im eher ruhigeren Norden.

Die Zeit drängt. Statt wohlfeiler Sonntagsreden der Bundesregierung über vernetzte Sicherheit muss der Strategiewechsel jetzt mit aller Kraft umgesetzt werden. Die Ausbildung von Polizei und Armee, der Aufbau von Staatlichkeit und die Förderung der Landwirtschaft müssen forciert werden. Anders ist die Abwärtsspirale nicht umzudrehen. Wir sind davon überzeugt, eine militärische Aufstockung allein bringt nicht mehr Sicherheit. Wir brauchen eine Aufbauoffensive. Ziviles und militärisches Engagement müssen in ein angemessenes Verhältnis gebracht werden. Nur so kann den Taliban der Boden entzogen werden.

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Vortragsangebot zu Riga-Deportationen vor 70 Jahren

Ende 1941/Anfang 1942 rollten Deportationszüge aus Deutschland und Österreich nach Riga.

Seit 1989 forschte W. Nachtwei zum Schicksal der verschleppten jüdischen Frauen, Männer und Kinder.

Anlässlich der 70. Jahrestage der Deportationen bietet W. Nachtwei an, seinen Riga-Vortrag bei Erinnerungsveranstaltungen und in Schulen zu halten. (Anlage)

Vorstellung der "Toolbox Krisenmanagement"

Von der zivilen Krisenprävention bis zum Peacebuilding: Die 53-seitige Broschüre stellt kompakt und klar auf jeweils einer Themenseite Prinzipien, Akteure und Instrumente des Krisenmanagements vor. Bei einem Kolloquium im Bundestag in Berlin wurde die Schrift einem Fachpublikum vorgestellt. Erstellt von AutorInnen des Zentrums Internationale Friedenseinsätze ZIF und der Stiftung Wissenschaft und Politik SWP ist die "Toolbox" ein wichtiger Beitrag zur friedens- und sicherheitspolitischen Grundbildung auf einem Politikfeld, wo die Analphabetenrate in der Gesellschaft, aber auch in Medien und Politik sehr hoch ist. ... www.zif-berlin.de

zif
Auf dem Foto überreicht W. Nachtwei den AutorInnen seine 2008 erschienene Broschüre zur Zivilen Krisenprävention und Friedensförderung.

Mehr zur Rolle zivilgesellschaftlicher Akteure bei der zivilen Konfliktbearbeitung u.a.:

Zivile Krisenprävention und Friedensförderung

Viel beschworen, wenig bekannt: Zivile Krisenprävention und Friedensförderung

In seiner Veröffentlichung "Viel beschworen, wenig bekannt: Zivile Krisenprävention und Friedensförderung" in der Kleinen Reihe des AphorismA-Verlages vom November 2008 legt Winfried Nachtwei einen aktuellen Zwischenstand der vielfältigen Aktivitäten auf dem Feld der Zivilen Krisenprävention vor. Der Autor erläutert die Schlüsselprobleme, zeigt notwendige Umsetzungschritte auf und fordert einen neuen Schub für Zivile Konfliktbeareitung. Das Bändchen kann auch beim AphorismA-Verlag bestellt werden.