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Schwerpunkt des diesjährigen, von den fünf deutschen Instituten für Friedens- und Konfliktforschung herausgegebenen Friedensgutachtens ist der Brennpunkt Afghanistan.
In dem Beitrag "Der ISAF-Einsatz der Bundeswehr - Anmerkungen zu einer überfälligen Bilanzierung" untersucht W. Nachtwei die Gründe für die Krise des internationalen Afghanistanengagements und des Bundeswehreinsatzes dabei. Er diagnostiziert politisches Führungsversagen, Strukturen von Selbsttäuschung, Realitätsverleugnung und Täuschung als Kernprobleme deutscher Afghanistanpolitik.
Nachtwei ist der erste Politiker, der von den Herausgebern für das seit 1987 erscheinende Friedensgutachtens um einen Beitrag gebeten wurde.
Die anderen Beiträge zu Afghanistan behandeln die Themen Versöhnung und Reintegration mit den Taliban Christia/Semple), die neue Afghanistanstrategie der Regierung Obama (Hippler), die pakistanischen Stammesgebiete (Shinwari), Kriegsgewalt und Drogenökonomie (Kursawe) und eine Zwischenbilanz des Gesamteinsatzes (Bell).
Angesichts des konstatierten Scheiterns der bisherigen internationalen Afghanistanpolitik, der Komplexität und Undurchsichtigkeit der gegenwärtigen Lage zeigen die Herausgeber Mut zur Ehrlichkeit, wenn sie statt einer gemeinsamen Empfehlung vier Optionen zur Diskussion stellen.
Darüberhinaus untersucht das Friedensgutachten in 14 Fallstudien Möglichkeiten zur Überwindung innergesellschaftlicher Kriege sowie in weiteren sieben Beiträgen die Vision einer nuklearwaffenfreien Welt und sicherheitspolitische Folgen der Weltwirtschaftskrise. Das Friedensgutachten 2010 ist im LIT-Verlag Berlin/Münster erschienen.
Inhalt und Stellungnahme unter http://www.friedensgutachten.de/tl_files/friedensgutachten/pdf/fga2010_inhalt.pdf
Ende 1941/Anfang 1942 rollten Deportationszüge aus Deutschland und Österreich nach Riga.
Seit 1989 forschte W. Nachtwei zum Schicksal der verschleppten jüdischen Frauen, Männer und Kinder.
Anlässlich der 70. Jahrestage der Deportationen bietet W. Nachtwei an, seinen Riga-Vortrag bei Erinnerungsveranstaltungen und in Schulen zu halten. (Anlage)
Von der zivilen Krisenprävention bis zum Peacebuilding: Die 53-seitige Broschüre stellt kompakt und klar auf jeweils einer Themenseite Prinzipien, Akteure und Instrumente des Krisenmanagements vor. Bei einem Kolloquium im Bundestag in Berlin wurde die Schrift einem Fachpublikum vorgestellt. Erstellt von AutorInnen des Zentrums Internationale Friedenseinsätze ZIF und der Stiftung Wissenschaft und Politik SWP ist die "Toolbox" ein wichtiger Beitrag zur friedens- und sicherheitspolitischen Grundbildung auf einem Politikfeld, wo die Analphabetenrate in der Gesellschaft, aber auch in Medien und Politik sehr hoch ist. ... www.zif-berlin.de

Auf dem Foto überreicht W. Nachtwei den AutorInnen seine 2008 erschienene Broschüre zur Zivilen Krisenprävention und Friedensförderung.
Mehr zur Rolle zivilgesellschaftlicher Akteure bei der zivilen Konfliktbearbeitung u.a.:
In seiner Veröffentlichung "Viel beschworen, wenig bekannt: Zivile Krisenprävention und Friedensförderung" in der Kleinen Reihe des AphorismA-Verlages vom November 2008 legt Winfried Nachtwei einen aktuellen Zwischenstand der vielfältigen Aktivitäten auf dem Feld der Zivilen Krisenprävention vor. Der Autor erläutert die Schlüsselprobleme, zeigt notwendige Umsetzungschritte auf und fordert einen neuen Schub für Zivile Konfliktbeareitung. Das Bändchen kann auch beim AphorismA-Verlag bestellt werden.